

Mit Weitwinkel und nah am Leben: Meine Rückkehr zu wilder Fotografie
Es gibt Momente, da spürt man den Ruf der eigenen Vergangenheit. Ich habe beschlossen, zwischendurch wieder so zu fotografieren wie am Anfang meiner Karriere – nah dran an der Natur, mit Weitwinkelobjektiven, mitten im Leben der Tiere. Vor rund 30 Jahren begann alles mit einem 14 mm-Objektiv. Ich reiste durch zahlreiche Länder, fotografierte Löwen, Leoparden, Nashörner, Elefanten, Giftschlangen und Krokodile aus wenigen Zentimetern Abstand – und schuf so meine unverkennbare Handschrift in der Tierfotografie. Damals war ich der erste Naturfotograf weltweit, der die Weitwinkel-Tierfotografie mit zahlreichen unterschiedlichen Tierarten in diese Welt integrierte.
In den letzten Jahren war dies kaum möglich, denn auf meinen Fotoreisen mit Gästen wäre ein derart naher Ansatz nicht sicher oder sinnvoll gewesen. Heute verspüre ich wieder diese Lust, Tiere aus nächster Nähe zu beobachten – allerdings auf sicherere Weise. Ich konzentriere mich nun auf weniger gefährliche Tiere, die ungestört meine Kamera akzeptieren, die keine Geräusche von sich gibt.
Für dieses Vorhaben benutze ich jetzt ein 28 mm F2 Objektiv von Sony. Klein, leicht und handlich – perfekt, um die Kamera auf einem zwei Meter langen Einbein-Stativ zu platzieren und aus zwei Metern Abstand auszulösen. Ja, es gibt Objektive mit besserer optischer Leistung, doch die wären doppelt so schwer und groß. Für meine Zwecke unpraktisch. Das 28 mm F2 erfüllt alle Anforderungen: Bis Blende 4 sind die Ränder etwas zu weich, ab Blende 5,6 bis 8 ist es perfekt scharf – genau was ich für diese Art der Fotografie brauche.
Heute seht ihr dieses kleine Objektiv zusammen mit meiner Sony A1 Mark II, individualisiert und bereit, auf die kommende Fotoreise, die uns in der nächsten Woche nach Madagaskar führt. Ich freue mich darauf, euch in Zukunft Bilder und Berichte von diesen Projekten zu zeigen.
Herzliche Grüße aus dem sonnigen Hannover,
Benny
