

Ein Kapuzineraffe, ein Weitwinkel und unerfüllte Bananenträume
In etwa zwei Wochen steige ich ins Flugzeug Richtung Mittelamerika. Costa Rica wartet – mit seiner wilden Vielfalt, seinem warmen Licht und einer Natur, die sich nicht inszenieren lässt, sondern erlebt werden will. Unsere Fotoreise führt uns tief hinein in Regenwälder, Sümpfe und Küstenlandschaften, dorthin, wo Fotografie zur Begegnung wird.
Ich zeige euch hier ein Bild, das bei meiner letzten Fotoreise in Costa Rica entstanden ist: ein Weißschulter-Kapuzineraffe, aus nächster Nähe fotografiert, mit Weitwinkel. Sein Blick ist eine Mischung aus Verdutztheit, leichter Sorge und unterschwelliger Verärgerung. Vermutlich hatte er feste Erwartungen an mich. Bananen zum Beispiel. Die ich nicht erfüllt habe. Freundschaft ja, Bestechung nein.
Neben solchen Charakterköpfen erwarten uns Faultiere, verschiedene Affenarten, Nasenbären, Kinkajous, Ozelots, Ameisenbären, Tapire, Agoutis und Pekaris. Dazu Tukane, Papageien, Kolibris, Quetzale, Aras, Motmots, Eisvögel und bunte Tangaren. Reptilien wie Krokodile, Leguane, Basilisken, Pfeilgiftfrösche, Echsen, dazu Fledermäuse, Krabben, Schmetterlinge und vieles mehr. Eine Fotosafari voller Überraschungen, Lichtmomente und leiser Geschichten.
Costa Rica ist kein Ort für Eile. Es ist ein Ort für wache Sinne, Geduld – und für Bilder mit Seele.
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen!
