Fotoreise durch Kenia – 13-tägige Fotosafari im August 2013

Hallo liebe Freunde,

unsere Kenia-Fotoreise war sensationell und ich bin seit ein paar Tagen wieder von dieser Fotosafari zurück. Bevor ich in wenigen Tagen zusammen mit einer anderen Fotografen-Gruppe nach Botswana fliege, nutze ich die Gelegenheit und berichte über den Verlauf unserer Fotoreise durch Kenia.
Dadurch, dass meine Fotosafaris in Afrika immer auf die Wanderzeiten und Wanderrouten der großen Tierherden abgestimmt sind, waren wir auch dieses Mal zur richtigen Zeit in den richtigen Nationalparks und somit haben wir extrem viele tierische Begegnungen gehabt und fotografiert.
Wie bei meinen bisherigen Fotoreisen haben wir nicht nur die "Big 5", sondern auch einige seltene Tiere wie z.B. Servalkatzen gesehen und fotografiert. Worüber ich mich jedoch besonders gefreut habe, war eine einzigartig emotionale und mir neue Begegnung mit einer Giraffen-Gruppe, die Abschied von ihrem toten Artgenossen nahmen. Hierüber berichte ich ausführlich weiter unten.
Zunächst einmal liste ich die wichtigsten Tiere auf, die wir auf dieser 13-tägigen Fotoreise durch Kenia gesehen und fotografiert haben:

  • Löwen: 56
  • Geparde: 7
  • Leoparden: 1
  • Servalkatzen: 3
  • Tüpfelhyänen: 37
  • Löffelhunde: 4
  • Breitmaulnashörner: 53
  • Spitzmaulnashörner: 3
  • Elefanten: Tausende
  • Flusspferde: Hunderte
  • Giraffen: Hunderte
  • Unzählige Vögel

Gnus, Zebras und verschiedene Antilopen: Hunderttausende Tiere, die teilweise von Horizont zu Horizont in der Landschaft beobachtet werden konnten.

Keine Panoramakamera kann das Ausmaß dieser gewaltig großen Tierherden einfangen.
Die Namen und Zahlen der weiteren Tiere, die wir auf dieser Fotosafari gesehen haben, aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Deswegen fahre ich nun mit dem Verlauf dieser Fotoreise fort.
Meine Fotosafari-Teilnehmer kamen alle in Nairobi an, wo unsere Reise startete. Von dort aus fuhren wir mit speziellen Geländewagen in den Lake Amboseli Nationalpark am Fuße des majestätischen Kilimanjaro, dem höchsten Berg Afrikas.

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Lake Amboseli ist bekannt für die riesigen Elefantenherden, die sich täglich hier in den Sümpfen aufhalten, um sich dort mit frischen Pflanzen zu versorgen. Der Nationalpark ist ein Paradies für die Dickhäuter. Hier wächst ihnen das Gras buchstäblich in den Mund hinein. Oft sieht man in diesen Sümpfen nur den Rücken und den Rüssel der Elefanten aus dem Wasser hinausragen, während der Rest ihrer Körper unter Wasser verschwunden ist.

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In Lake Amboseli leben natürlich neben den Elefanten auch unzählige andere Tierarten, die uns jeden Tag Model gestanden haben. Beim nächsten Bild sehen Sie eine Gruppe von Zebras und Gnus, die wir beim Sonnenuntergang fotografiert haben.

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Auf meinen Fotoreisen achte ich nicht nur darauf, dass die Teilnehmer meiner Fotosafaris die Big 5 sehen, sondern auch die kleinen und genauso liebenswürdigen Tiere wie die Vögel, die zahlreich in den Nationalparks anzutreffen sind. Wir haben auf dieser Fotoreise unter anderen auch zahlreiche Eisvögel gesehen und fotografiert. In Europa ist es keine leichte Aufgabe, Eisvögel zu finden und zu fotografieren. In Afrika hingegen finde ich auf jeder Tour etliche davon, die von den Teilnehmern meiner Fotoreisen bewundert werden.

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Auf unserer Fotosafari haben wir insgesamt 56 Löwen gesehen. Die ersten, die uns begegneten, waren zwei majestätische Löwenmännchen, die an einem frühen Morgen in ihrem Territorium unterwegs waren. Hier sehen Sie einen davon:

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Amboseli heißt übersetzt "der Platz der Windhosen". In der Tat sieht man auf jeder Fotoreise durch diesen Park etliche Windhosen, die mit der zunehmenden Hitze des Tages immer zahlreicher und größer werden.

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Als Überraschung für die Teilnehmer meiner Fotoreise habe ich einen Besuch bei den Masais in einem Dorf arrangiert. Dort begegneten wir diesem kleinen Kind, welches sehr geduldig die 20 Fliegen auf seinem Gesicht ignorierte. Danach besuchten wir die Schule des Dorfes.

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Nachdem die Masais uns ihren Tanz vorgeführt hatten, haben meine Fotosafari-Teilnehmer und ich einiges über die Kultur und Tradition, sowie über die Busch-Medizin der Masais erklärt bekommen. Beim Sonnenuntergang gab es noch die Möglichkeit, einige Fotos von den berühmten Masai-Kriegern aufnehmen zu können.

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Die vier Tage im Lake Amboseli waren fotografisch sehr ergiebig. Unsere Fotoreise führte uns dann weiter in den Lake Nakuru Nationalpark. Lake Nakuru ist sehr viel grüner als die meisten anderen Parks in Kenia.
Jeder Nationalpark hat einige Besonderheiten, die andere Parks nicht so in dieser Form haben. Manche Tiere können in einem Park viel besser und einfacher fotografiert werden als in anderen Parks. Diese Besonderheiten sind mir persönlich selbstverständlich bestens bekannt und somit kann ich die Fotosafari-Zeit, die uns zur Verfügung steht, sehr effektiv planen, damit meine Fotoreisen-Teilnehmer das Maximum aus ihrer Zeit heraus bekommen können.
Wenn meine Gäste z.B. in Lake Amboseli Büffel aus großer Distanz beobachten, empfehle ich ihnen, nicht zu viel Zeit daran zu verschwenden, da wir in wenigen Tagen in Lake Nakuru die Büffel aus nächster Nähe fotografieren können. Dieses Wissen ist extrem wichtig, damit meine Reiseteilnehmer sich in jedem Park nur dort länger aufhalten, wo es sich auch lohnt.
Auf jeder von meinen Fotoreisen bekommen die Teilnehmer sehr gute Möglichkeiten, in Lake Nakuru die Büffel aus weniger als fünf Metern Distanz beobachten und fotografieren zu können. Büffel gehören zu den sogenannten "Big 5", also zu den fünf gefährlichsten Tieren Afrikas. In Lake Nakuru sind diese imposanten Tiere jedoch äußerst entspannt und meine Fotosafari-Teilnehmer können den Büffeln sehr nahe kommen.

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Lake Nakuru ist einer der besten Nationalparks in Afrika, wo Fotografen Nashörner in großer Anzahl vorfinden können. Hier leben sowohl die Spitzmaul- als auch die Breitmaulnashörner. Alle 56 Nashörner, die wir auf dieser Fotoreise entdeckt haben, waren in Lake Nakuru beheimatet. Auf dem folgenden Bild sehen Sie vier dieser wunderbaren Tiere, die leider vom Aussterben bedroht sind.

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Die Löwen, die in Lake Nakuru leben, sind dafür bekannt, dass sie sich oft und gerne auf Bäumen ausruhen. Somit habe wir auf unserer Fotoreise auch dieses Mal Löwen beobachtet, die genau dies taten. Das folgende Foto zeigt einen dieser Löwen.

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Apropos Löwen:  Während ich meine Fotoreisen-Teilnehmer durch Afrikas Nationalparks führe, stehe ich im ständigen Kontakt zu anderen Rangern oder Guides, die zur selben Zeit im selben Nationalpark unterwegs sind, wie wir. Falls jemand von ihnen irgendwo etwas Sehenswertes entdeckt, werden meine Guides und ich per Funk oder SMS benachrichtigt. Durch diese Kontakte in Lake Nakuru habe ich erfahren, dass ein großes Löwenrudel eine Giraffe getötet hatte und dabei war, diese zu fressen. Die Ranger teilten uns mit, wo das Löwenrudel zu finden war und somit machten wir uns am frühen Morgen auf den Weg zu diesem Kill. Dort angekommen, waren die Löwen damit beschäftigt, sich vom Fleisch der Giraffe satt zu essen.

 

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In den letzten 20 Jahren, wo ich auf etlichen Safaris unterwegs gewesen war, hatte ich bereits oft gesehen, wie Löwen Giraffen getötet und gefressen hatten. Deswegen war diese Begegnung nichts Neues für mich. Was jedoch am darauffolgenden Tag hier geschah und ich beobachten durfte, war etwas Sensationelles , was ich so noch nie gesehen oder davon gehört hatte. Da eine erwachsene Giraffe  etwa 1400 kg wiegt und kein Löwenrudel das ganze Fleisch an einem Tag fressen kann, wusste ich, dass wir am nächsten Tag noch einmal am frühen Morgen hierher fahren sollten, um zu sehen, welche Tiere sich in der Nähe des Kadavers aufhalten. Normalerweise sind am Tag nach einem Giraffenkill die Löwen satt und die Aasfresser, wie Geier, Schakale und Hyänen in der Nähe des toten Tieres zu finden.

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Als wir dort ankamen, waren keine Aasfresser in der Nähe. Einige Löwen haben noch versucht, mit Mühe etwas Fleisch in ihre prallgefüllten Mägen hinein zu bekommen. Während diese Löwen noch am Fressen waren, kam eine Giraffe aus der Ferne in Richtung des Kadavers. Sie kam immer näher und die Löwen hatten sie sofort ins Visier genommen. Die Giraffe kam unbeirrt immer weiter zu den fressenden Löwen und beugte sich nach unten zum Gras hinunter, als würde sie Gras fressen wollen. Ich dachte, dass die Giraffe entweder äußert naiv, blind oder extrem provozierend unterwegs ist und sie höchstwahrscheinlich gleich diesen Fehler mit ihrem Leben bezahlen würde. Irgendwann war der Abstand der Giraffe zu den fressenden Löwen weit unterhalb der Jagd-Distanz der Löwen und ich dachte, dass die Jagd in jedem Moment losgehen wird. Dies geschah jedoch nicht und die Löwen zogen sich in den Schatten der Bäume, die einige hundert Meter weiter entfernt waren, zurück.
Nun passierte etwas, was ich bis dahin niemals zuvor gesehen, gehört oder etwas darüber gelesen hatte. Die Giraffe kam direkt zum Kadaver des Artgenossen und nahm tatsächlich von der getöteten Giraffe Abschied. Dieses Verhalten war mir zwar von Elefanten bekannt, jedoch nicht von Giraffen. Das grazile Tier kam immer näher und beugte sich nach unten, als würde sie dem toten Tier die letzte Ehre erweisen wollen. Es war sehr emotional und berührend, diese Szene zu beobachten. Die Situation wurde wenig später noch viel spannender, als noch weitere Giraffen den Tatort erreichten.

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Während wir uns an dieser Stelle die "Trauerfeier" der Giraffe anschauten, kamen einige weitere Giraffen zu diesem Schauplatz. Aus der Ferne ist mir aufgefallen, dass auch diese Giraffen sich sehr eigenartig benahmen. Sie kamen immer einige Schritte vorwärts - beugten sich nach unten - blieben für eine Weile in dieser Haltung stehen und schließlich kamen sie wieder einige Schritte näher zum getöteten Artgenossen. Irgendwann erreichten auch diese Giraffen den Kadaver und nun versammelten sich alle anwesenden Tiere um die halb aufgefressene Giraffe. Sie machten mit ihrer Trauerfeier weiter und wiederholten alle immer wieder dieselben Gesten, die mich und die Teilnehmer meiner Fotoreise sehr beeindruckte.

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Die Natur ist spannend, abwechslungsreich und immer noch voller Geheimnisse. Aus diesem Grund halte ich mich so oft es mir möglich ist, in der Wildnis auf. Auf jeder Fotosafari erlebe ich einige Dinge, die ich nie zuvor in meinem Leben erlebt oder etwas darüber gehört habe.
Nachdem wir drei Tage  im Lake Nakuru fotografiert und zahlreiche tierische Begegnungen gehabt hatten, fuhren wir in die Masai Mara weiter. Dieser Park ist der spektakulärste in Kenia und somit sollte er aus dramaturgischen Gründen am Ende der Fotoreise besucht werden. Ich habe meine Keniareisen so organisiert, dass meine Reiseteilnehmer und ich genau zur Zeit der Gnu-Wanderung hier ankommen. Dieses Naturspektakel findet jedes Jahr um die Monate Juli und August herum statt. Millionen Huftiere sind zu dieser Zeit in der Masai Mara unterwegs, um frische Weidegründe zu erreichen. Auch dieses Jahr waren wir Zeuge dieses großartigen Ereignisses. Die Teilnehmer meiner Fotoreise und ich standen oft in der Savanne und konnten es kaum glauben, was wir dort vorfanden. Wir sahen so viele Herden von Gnus, Zebras und verschiedenen Antilopen, die sich zusammen geschlossen hatten und sich wie eine Perlenkette von Horizont zu Horizont erstreckten. Während unserer Fotosafari sahen wir sicherlich mehrere hunderttausend Tiere in der Masai Mara.

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Eine der ersten tierischen Begegnungen, die wir in der Masai Mara hatten, war die Beobachtung eines Löwenpärchens beim Zeugen ihres Nachwuchses direkt neben der Straße. Dieses Schauspiel wiederholt sich während der Paarungszeit der Löwen alle 15 bis 20 Minuten. Wenn man von einer Paarung keine guten Bilder bekommen hat, kann man auf die nächste warten, die dann in wenigen Minuten wieder stattfinden wird.

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Zu dieser Jahreszeit kommen naturinteressierte Menschen aus aller Welt hierher, um sich das größte Naturspektakel Kenias anzuschauen. Teilnehmer von Fotoreisen haben in der Masai Mara die Möglichkeit, die besten Bilder ihres Lebens aufzunehmen. Auf dem folgenden Bild sehen Sie eine Gruppe von jungen chinesischen Frauen, die zusammen auf einer Fotosafari in Kenia unterwegs waren.

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Früher hat man so gut wie nie Chinesen in den Nationalparks Afrikas gesehen. Seitdem es China finanziell immer besser geht, sieht man nun vermehrt Menschen aus diesem Teil der Erde in den Nationalparks. Ich hoffe, dass diese Reisenden sich in die Natur Afrikas verlieben und wenn sie zurück in ihre Heimat fliegen, etwas Aufklärungsarbeit leisten, damit der Konsum von Körperteilen der Tiere reduziert wird, die vom Aussterben bedroht sind. Zahlreiche Tierarten stehen heute vor der Ausrottung, weil in Asien - hauptsächlich in China - Körperteile dieser Tiere für die chinesische Hokuspokus-Medizin verwendet werden. Die Nashörner zum Beispiel werden gnadenlos gewildert, damit aus ihrem pulverisiertem Horn potenzfördernde Mittel für asiatische Männer hergestellt werden können. Dabei bestehen die Hörner der Nashörner aus Keratin und haben keinerlei potenzfördernde Wirkung. Keratin ist das selbe Material, aus dem auch unsere Fingernägel und Haare bestehen. Also würde an den Fingernägel zu kauen, denselben Effekt haben.
Nun zurück zur Masai Mara.
In diesem Park ist alles jederzeit möglich, vor allem wenn man zur richtigen Jahreszeit hierher kommt. Alle typischen Safari-Tiere sind hier in großer Anzahl anzutreffen. Entlang der Flüsse sind unzählige Flusspferde und Krokodile zu finden.

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Hier übt ein Nimmersatt "Joga" am Flussrand und wird kritisch von dem Flusspferd beobachtet.

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Jedes der Millionen Huftiere, die in die Masai Mara migrieren, hat ein eigenes Schicksal und täglich werden hier die Karten neu gemischt. Die große Wanderung der Herden hat dieses Jahr ungewöhnlich viele Opfer gefordert. Die alten, schwachen und kranken Tiere starben entweder durch die Strapazen, Verletzungen oder sie wurden leichte Opfer für die Raubtiere, die hier allgegenwärtig sind. Es waren so viele tote Gnus und Zebras in der Savanne, dass die Aasfresser sie nicht beseitigen konnten. Viele Tiere verletzten sich bei der Überquerung des Mara-Flusses und ertranken in den Fluten. Diese wurden dann vom Wasser ans Ufer gespült und an manchen Stellen türmten sich die Leichen der verendeten Tiere. Auf unserer Fotoreise haben wir an mehreren Stellen beobachtet, wie hunderte von toten Gnus und Zebras am Ufer des Flusses lagen und wie unzählige Geier, Marabus und andere Aasfresser dabei waren, sich daran satt zu essen. Somit schließt sich der Kreislauf des Lebens. Das folgende Foto zeigt zahlreiche ertrunkene Gnus, die gerade von Geiern und Marabus verspeist werden.

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Manchmal machen die Tiere einen einzigen Fehler und dies wird ihnen zum Verhängnis. Das Gnu, welches Sie auf dem folgenden Bild sehen, hatte bereits einen Fehler gemacht und sich zur Überquerung eine Stelle am Mara-Fluss ausgesucht gehabt, an der es unmöglich war, die steile Ufer-Wand überwinden zu können. Seine Herde war bereits weitergezogen und seine Aussichten, diesen Tag noch lebendig zu beenden, waren düster. Von unzähligen Versuchen, die steile Ufer-Wand bezwingen zu wollen, war das Gnu bereits extrem geschwächt.
Seine Aktivitäten am Steilufer wurden stets von einem hungrigen Krokodil streng beäugt und das Krokodil verfolgte das Gnu auf Schritt und Tritt und wusste, dass es irgendwann aus Erschöpfung aufgeben oder direkt in den Fluss fallen würde. Immer wieder rutschte das Gnu ab und kam gefährlich nah an das Ufer, wo das Krokodil sofort in Jagdposition ging. Wie dieses Drama endete, konnten wir nicht mehr mit verfolgen, da wir weiterfahren mussten. Ich vermute jedoch sehr stark, dass dieses Gnu den nächsten Tag nicht mehr erlebte.

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Damit dieser Bericht von unserer wunderbaren Fotoreise nicht mit dem Tod von Gnus endet, berichte ich noch von einer positiven und schönen Begegnung mit einer Löwenfamilie am Ende unserer Fotosafari.
An einem späten Nachmittag haben wir von unseren Ranger-Freunden erfahren, dass eine Löwenfamilie sich in der Nähe von unserer Lodge aufhält. Wir fuhren dort hin und fanden die kleine Familie in der Savanne. Es waren eine Löwin und ihre vier Babies, die etwa drei Monate alt waren. Die kleinen Racker waren putzmunter und spielten miteinander um und auf einem umgefallenen Baum.

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Es war total süß zu beobachten, wie die kleinen Löwen miteinander Verstecken und Jagen spielten.
Am darauf folgenden Fotosafari-Tag haben wir diese Löwen-Familie wieder gefunden und am späten Nachmittag noch lange beobachtet. Die Mutter hatte heute ein Warzenschwein getötet gehabt und zur Hälfte aufgefressen. Die Kinder spielten lieber mit ihrem Essen und es war herrlich zu sehen, was sie so alles mit dem toten Warzenschwein anstellten. Sie pirschten sich heran und sprangen auf das toten Schwein oder zogen es hin und her und zwischendurch haben sie auch etwas davon gegessen. Meine Fotoreisen-Teilnehmer und ich konnten diese sehr interessante Szene lange beobachten, bevor die Sonne unterging und wir zu unserer Lodge weiterfuhren.

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Die hier erzählten kleinen Geschichten waren nur ein Bruchteil dessen, was wir auf unserer Fotoreise durch Kenia erlebt haben. Jede Fotosafari ist einzigartig und die Teilnehmer erleben jedes Mal andere Abenteuer.
An dieser Stelle möchte ich mich auch bei der äußerst netten Gruppe bedanken, die ich durch die Wildnis führen durfte. Es war mir eine große Freude, diesen Naturfreunden etwas von meinem geliebten Afrika näher bringen zu dürfen.
Im kommenden Jahr werde ich mit den nächsten Fotoreisen-Teilnehmern wieder durch Kenias schönste Nationalparks fahren und die Abenteuer suchen, die auf ihre Entdeckung warten.

Wenn auch Sie zusammen mit mir auf eine Kenia-Fotosafari gehen möchten, finden Sie die Details zu den nächsten Fotoreisen unter diesem Link >>>

Herzlichst von Benny Rebel

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