Chip, Foto, Video, Digital

Die Fachzeitschrift "CHIP, FOTO, VIDEO, DIGITAL" kürt in der Ausgabe Dezember 2006 Benny Rebels Buch "UNGEZÄHMT" zum Buch des Monats und "UNGEZÄHMT" erhält das Prädikat "Professionell"

TIERE UNGEZÄHMT

Die Buchläden stehen voll mit Tier-Bildbänden. Prachtvolle Fotos von mehr oder weniger exotischen Tieren. Doch eines fehlt des meisten Aufnehmen, die Nähe zum Tier. Nicht so bei Benny Rebel.

Teleobjektive, Tarnanzug und langes Warten, verborgen in Hecken oder im hohen Gras, das macht die klassische Wildlife-Fotografie aus. Porträts von Tieren, die gefahrlos nur aus größerer Entfernung zu betrachten sind, finden sich in den meisten der großformatigen Bildbände. Auch Benny Rebel kommt ohne lange Brennweiten von 300 und mehr Millimeter nicht aus, doch was ihn von klassischen Tierfotografen unterscheidet, ist seine Leidenschaft, mit den Tieren in wirklichen Kontakt zu treten.

Mit einem Weitwinkel-Objektiv an seiner Canon EOS 1D Mark II fotografiert er wilde Tiere aus nächster Nähe.

Die Aussagekraft des Bildes ändert sich sofort, wenn die Aufnahme nicht aus der beobachtenden Perspektive gemacht wird, sondern der Fotograf mit dem Tier in Dialog tritt.

Mit viel Geduld nährt sich Benny Rebel den Raubtieren, dabei begibt er sich ohne Angst manchmal in Lebensgefahr. Die Großkatzen, Nashörner, Echsen, Vögel und andere Arten spüren seine von Aggression freie Haltung lassen sich aus nächster Nähe fotografieren. Das dabei eingesetzte und für die Tierfotografie untypische Weitwinkel-Objektiv lässt den Betrachter in die Welt der Wildtiere eintauchen.

Auf den Bildern von Benny Rebel sind die Tiere in Aktion – sie grasen nicht selbstvergessen vor sich hin oder verharren in Habachtstellung. Überrascht vom unbekannten Eindringling, interessieren sie sich für Kamera und Fotograf. So manches Mal versuchen sie, mit der Tatze Kontakt aufzunehmen, oder sie schnuppern neugierig die Kamera ab.

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Der 38-Jährige Tierfotograf sucht auch unter solchen Umständen noch nach ungewöhnlichen Perspektiven. So wirken von weit unten fotografierte Tiere noch mächtiger. In Situationen, die nicht mehr einzuschätzen sind, befestigt Benny Rebel seine Kamera auf einem langen Stiel und löst per Fernbedienung aus.

Benny Rebel inszeniert die Tierfotografie auf eine neue, sehr intensive Weise. Seine unerschöpfliche Neugier verbindet sich mit großem Engagement für das Überleben und den Schutz wilder Tiere – in Zusammenarbeit mit Organisationen wie Greenpeace und WWF. Im Vorwort zu „Ungezähmt“ bringt es der erst kürzlich verstorbene Professor Heinz Sielmann auf den Punkt: „Die Bilder von Benny Rebel wecken tiefe Gefühle beim Betrachter – Staunen, Freude, Ehrfurcht vor der Natur oder auch Entsetzen über ihre Zerstörung“.

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