Tierfotografie auf der Fotoreise durch Kenia

Hallo liebe Freunde,
heute zeige und erkläre ich Euch ein weiteres neues Bild, das ich vor einigen Wochen auf einer Fotoreise in Kenia aufgenommen habe. Das Foto habe ich beim Sonnenaufgang im Lake Amboseli Nationalpark aufgenommen, als ich die Teilnehmer meiner Fotosafari durch den wunderschönen Nationalpark am Fuße des Kilimanjaros führte.
Die Huftiere in diesem Nationalpark kommen jeden Morgen aus dem umliegenden Buschland in die offene Ebene, um dort in den Sümpfen des Nationalparks nach Futter zu suchen.
Abends ziehen sich die Tiere wieder zurück ins Buschland, weil es in der Ebene in der Nacht zu windig und zu kalt ist. Wenn man die Wanderrouten der Tiere kennt, kann man praktisch täglich an bestimmten Stellen auf ihre Ankunft warten. Da ich diese Wanderrouten seit Jahren kenne, fuhr ich die Teilnehmer meiner Fotoreise an einer Stelle, an der ich in den vergangenen Jahren immer wieder gute Bilder aufnehmen konnte. Das Licht machte an diesem Tag mit und der Sonnenaufgang verzauberte die verstaubte Landschaft.
Der Boden in dieser Gegend besteht aus vulkanischer Erde und ist extrem puderähnlich und leicht. Wenn die Tiere darauf laufen, wirbeln sie sehr schnell ziemlich viel Staub auf. Beim flach stehenden Licht der auf- oder untergehenden Sonne wirkt der Staub wie farbiger Nebel. Die rotbraune Farbe des Staubes stammt von der eisenhaltigen Erde gemischt mit dem gelborangen Sonnenlicht.
Nun kommen wir zum Bild selbst:
Das Werk wird von der Farbe GELB und ORANGE dominiert. Diese Farben verleihen dem Bild eine warm-fröhliche Atmosphäre.
G e l b ist die hellste Farbe direkt nach weiß, strahlt Wärme aus und hat einen heiteren Charakter.
O r a n g e wird aus rot und gelb gemischt und vereint das Strahlende des Gelbs mit der Wärme des Rots. Es ist also eine warme und strahlende Farbe.
Die schwarz-graue Farbe der Huftiere im Vordergrund ist im Gegensatz zu gelb und orange eher kühl. Diese Zusammenstellung der Elemente im Bild kreiert sowohl einen Kalt-Warm-Kontrast als auch einen Hell-Dunkel-Kontrast. Diese wiederum erzeugen eine wohltuende Spannung. Während die Tiere im Bild eine Bewegung vorgeben, ist der Baum ein ruhiger Punkt im Hintergrund, der sich jedoch auch nach links beugt – also in die Richtung, wo die Tiere hinlaufen.
Der Beschnitt des Bildes im Panoramaformat bringt noch mehr Ruhe ins Bild. Die Hauptanziehungskraft dieses Werkes liegt in der warm-fröhlichen Stimmung, die durch das Sonnenlicht suggeriert wird. Gerade in den kalten und grauen Wintermonaten in Europa sehnen wir uns eher nach solchen Bildern.
Ich wünsche Euch schönes Fernweh!

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