Frau von Heute

Die Zeitschrift "Frau von Heute" berichtet in der Ausgabe 29.09.2006 über Benny Rebel und sein Buch "UNGEZÄHMT"

AUGE IN AUGE MIT AFRIKAS WILDEN TIEREN

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HAUTNAH

Weniger als drei Meter lagen zwischen Rebel und diesem Nashorn

Die Aufnahmen von Benny Rebel sind SPEKTATULÄR. Nun veröffentlichte er die schönsten in einem Bildband.

Vorsichtig nährt sich die kleine Gruppe Fotografen den Berggorillas im ugandischen Regenwald. Sie müssen äußerst leise sein, denn die beiden rivalisierenden Silberrücken sind leicht aufzubringen. Begeistert drücken die Männer auf ihre Auslöser. Doch plötzlich spult die Kamera des Engländers zurück – viel zu laut. Das Geräusch schreckt eines der Männchen auf. Wie von Sinnen stürzt es auf sie zu, reißt große Büschel Gras aus, die es wild um sich schleudert. Benny Rebel kauert sich blitzschnell unterwürfig zusammen. Einen Meter vor ihm stoppt das Tier, das mindestens 250 Kilogramm wiegt, setzt sich mit dem Rücken zu ihm. Stück für Stück ziehen sich die Männer zurück.
„In meinem Job als Tierfotograf wurde ich so ziemlich von allem attackiert, was einem in der Wildnis gefährlich werden kann“, sagt der 38-Jährige. „An dem Tag dachte ich aber, das war`s.“ Solche gefährliche Situationen überlebt nur, wer das Verhalten der Tiere richtig einschätzen kann. Und das studierte Rebel schon als kleiner Junge. „Ich wollte immer nur Tierfilme sehen“, sagt der gebürtige Iraner, der seit 1987 in Hannover lebt. Der engagierte Umweltschützer las Hunderte von Büchern, verbrachte Monate im afrikanischen Busch.
In Südafrika ließ sich der gelernte Feinmechaniker sogar zum Ranger ausbilden.
Mit seinen einzigartigen Fotos, für die er zahlreiche Preise gewann, will er die Menschen weltweit auf den Naturschutz aufmerksam machen. „Reden kann ich viel, doch meistens hört keiner zu“, sagt Rebel.
Doch seinen Bildern kann sich niemand entziehen. Mit dem Geld, das er damit verdient, fördert der Künstler Umweltschutzprojekte und ruft sogar eigene ins Leben. So setzt er sich mit „Mensch & Tiger“ für die vom Aussterben bedrohte Raubkatze in Indien ein. Im nächsten Jahr will der Fotograf mehrere Monate das Land bereisen, um eine Dokumentation über Tiger zu drehen – und wenn`s sein muss, wieder sein Leben aufs Spiel setzen.

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