Mensch und Tiger

Benny Rebel setzt sich seit vielen Jahren für den nachhaltigen Schutz der Fauna und Flora ein. Mit dem von ihm ins Leben gerufene Projekt "Mensch und Tiger" setzt er sich für den Schutz des Tigers und seinen Lebensraum und für Aufklärungsprojekte in Indien ein.

Wenn wir jetzt nicht einschreiten, wird es bald keine Tiger mehr geben!

Kurzinformation:

Tiger sind der Inbegriff von Eleganz, Kraft und Majestät. Leider ist ihnen ihre Schönheit zum Verhängnis geworden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten in Asien noch mehr als 100.000 Tiger. Heute sind weltweit weniger als 5.000 übrig. Schuld am Aussterben der Tiger ist hauptsächlich die traditionelle chinesische Medizin, in der verschiedene Körperteile der Tiger Verwendung finden.

Tigerpräparate werden z.B. zur Potenzförderung, Bekämpfung von Faulheit oder gegen Hautunreinheiten eingesetzt. Das Geschäft mit gewilderten Tigern bringt der chinesischen Mafia jährlich 30 Millionen USD ein. Die Hintermänner nutzen die Armut der Inder aus und motivieren die mittellosen Menschen mit Geld zur Wilderei.

Es ist höchste Zeit, etwas gegen das Verschwinden der Tiger zu unternehmen. Denn wenn wir jetzt nicht einschreiten, wird es bald keine Tiger mehr geben!

Die Dringlichkeit der Hilfsaktion brachte uns auf die Idee, das Projekt MENSCH & TIGER ins Leben zu rufen. Es soll die Tiger in Indien schützen und gleichzeitig den Menschen einen Weg aus der Armut weisen – damit sie nicht länger darauf angewiesen sind, ihre Familien durch Wilderei zu ernähren.

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Wieso sterben die Tiger aus?

Die Situation der Tiger ist dramatisch. Allein in Indien wurde von 2002 bis 2005 mehr als die Hälfte der Tigerpopulation getötet. Heute gibt es nur noch weniger als 1.500 Tiger in Indien, obwohl es vor hundert Jahren noch mehr als 40.000 waren. Die Geschichte ihres Verschwindens reicht entsprechend weit zurück.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Jagd auf Tiger ein beliebter Sport unter Maharadjas und reichen Besuchern aus den Industrieländern. Dieser grausame Sport hatte zur Folge, dass bis in die 1960er Jahre rund 95 Prozent der Tigerpopulation Indiens getötet wurde. Damals trat erstmals zu Tage, dass diese herrlichen Raubkatzen vom Aussterben bedroht sind.

Indira Gandi, die damalige indische Ministerpräsidentin verbot deshalb 1973 die Jagd auf Tiger. In anderen asiatischen Ländern reagierten die Regierungen nicht so umsichtig. In der Folge starben bis in die 1980er Jahre drei Tiger-Arten aus. Nie wieder werden wir den Bali-Tiger (ausgestorben 1940), den kaspischen-Tiger (1970) und den Java-Tiger (1979) bewundern können. Auch der Bestand der süd-chinesischen, malaiischen und der Sumatra-Tiger hat bereits so stark abgenommen, dass sie vermutlich bald von unserem Planeten verschwinden. Experten gehen davon aus, dass auch der Amur-Tiger akut vom Aussterben bedroht ist.

Tiger stehen inzwischen zwar weltweit unter Schutz, die dramatische Situation zeigt aber, dass dies nicht ausreicht. Nach wie vor werden die majestätischen Raubkatzen von Wilderern getötet. Einer der Hauptauftraggeber ist die chinesische Mafia. Der Schmuggel mit Tigerfellen blüht – ein Fell bringt etwa 10.000 bis 50.000 US-Dollar. Schnurrhaare, Krallen und Geschlechtsorgane der Tiger sind in der traditionellen asiatischen Medizin als Potenzmittel begehrt: Eine Portion Tigerpenis-Suppe kostet bis zu 800 Dollar! Insgesamt verdient die Mafia bis zu 400.000 Dollar pro Tiger. Die Wilderer vor Ort erhalten davon den kleinsten Anteil. Beispielsweise bekommt ein Wilderer in Indien nur 30 bis 50 Dollar für ein totes Tier.

Die Profit-Sucht, illegale Machenschaften und Ignoranz von wenigen spielen also eine große Rolle beim Aussterben der Tiger. Hauptgrund ist jedoch die bittere Armut der Menschen: Sie töten diese wunderbaren Tiere, um ihre Familien zu ernähren. Eine Möglichkeit, dieses Problem an der Wurzel zu fassen, sind Aufklärung und Familienplanung. Denn je weniger Kinder die Eltern ernähren und ausbilden müssen, desto besser sind die Chancen der ganzen Familie, der Armutsfalle zu entkommen.

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Wie können die Tiger gerettet werden?

Zurzeit ist ein toter Tiger mehr wert als ein lebendiger. Dies muss sich ändern!

Eine realistische Chance hierfür liegt im Tourismus. Der Ausbau von sanften Touristik-Angeboten für Tierliebhaber, die Tiger in ihrer natürlichen Umgebung beobachten wollen, kann ein wichtiger wirtschaftlicher Motor sein, der sich positiv auf das gesamte Gemeinwesen auswirkt. Der Tourismus bietet Arbeitsplätze und kann den Lebensunterhalt vieler Menschen sichern. Und wenn die Menschen merken, dass sie vom Überleben der Tiger profitieren, werden sie sich automatisch auch für deren Schutz einsetzen!

Gleichzeitig kann die Situation armer Familien auch verbessert werden, indem ihnen der Zugang zu Aufklärung und Familienplanung ermöglicht wird: Viele Frauen bekommen in Indien immer noch mehr Kinder, als sie sich eigentlich wünschen. Kleineren Familien wiederum geht es für gewöhnlich besser, weil mehr in das Wohl jedes einzelnen Kindes investiert werden kann. Dies kommt auch der Ausbildung der Kinder zu Gute – und Bildung ist die wichtigste Voraussetzung, um dem Teufelskreis der Armut zu entkommen.

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Wie will MENSCH & TIGER helfen?

Kurzfristige Ziele:

MENSCH & TIGER wird sich zunächst auf Nordindien konzentrieren, wo die meisten Tiger in den Wäldern mehrerer Nationalparks leben. Dort werden wir uns mit den örtlichen Behörden dafür einsetzen, dass die Anzahl der Naturpark-Ranger aufgestockt wird. Ferner werden wir fördern, dass die Ausbildung und Ausrüstung der Ranger verbessert werden, damit sie im Kampf gegen die Wilderer erfolgreicher agieren können. Solche Maßnahmen haben bereits dazu beigetragen, dass afrikanische Elefanten und Nashörner gerettet werden konnten.

Die Menschen vor Ort spielen für den Schutz der Tiger und deren Lebensraum eine entscheidende Rolle. Wir wollen ihnen zeigen, dass ein lebender Tiger wesentlich mehr wert ist, als ein Toter, wenn sie etwa beim Tourismus langfristig von den Raubkatzen profitieren, und dass der Tiger-Tourismus sich positiv auf die wirtschaftliche Situation der gesamten Region auswirkt. Er schafft Arbeitsplätze und hebt so das Einkommensniveau.

MENSCH & TIGER wird deshalb Maßnahmen unterstützen, die langfristig die Lebensbedingungen der Menschen in Indien verbessern. In Zusammenarbeit mit anerkannten Organisationen vor Ort wollen wir folgende Ziele erreichen:

  • Der Bau von Biogasanlagen soll gefördert werden, damit die Bewohner der Dörfer nicht mehr illegal Holz aus den Wäldern der Nationalparks schlagen und der Lebensraum der Tiger und anderer seltener Tiere geschützt wird.
  • Ein Programm zur Verbesserung von Aufklärung, Verhütung und Familienplanung soll gestartet werden: regelmäßige Beratung über Familienplanung und medizinische Versorgung in den Dörfern in der Nähe der Naturreservate sollen angeboten und Verhütungsmittel bereitgestellt werden. So erfahren die Menschen, wie sie sich vor ungewollten Schwangerschaften und HIV/Aids schützen können.
  • Um die Bevölkerung für Belange des Tier- und Naturschutzes zu sensibilisieren, sollen so genannte „Nature Clubs“ gegründet werden. Dort soll Kindern vermittelt werden, warum es so wichtig ist, die Natur zu schützen. Zugleich sollen auch sie rechtzeitig über Schwangerschaft, Geburt und Verhütungsfragen aufgeklärt werden.

Die Projekt-Partner

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MENSCH & TIGER ist ein ganzheitliches, sehr ambitioniertes Projekt. Viele verschiedene Bereiche müssen abgedeckt werden. Dafür braucht es den Sachverstand von Spezialisten. Seit 2006 konnten wir erfolgreich mehrere Partner gewinnen, die wir Ihnen hier vorstellen möchten:

  • Herr Dieter Gutmann ist langjähriger Tiger-Experte. Er ist seit mehr als 30 Jahren im Tiger-Schutz aktiv und bei verschiedenen Umweltschutzorganisationen tätig. Außerdem steht Herr Gutmann in Kontakt mit mehreren Organisationen, die in Nordindien Hilfsprojekte in den oben genannten Bereichen haben und die unsere Unterstützung benötigen.
  • Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) wird die Familienplanungs-Komponente übernehmen, und uns mit Ratschlägen unterstützen. Die Stiftung hilft jungen Menschen in Afrika und Asien, sich selbst aus ihrer Armut zu befreien. Ungewollte Schwangerschaften und Aids verschärfen die Armut und bedeuten für viele Jugendliche häufig den Tod. Deshalb unterstützet die DSW Aufklärungsinitiativen und Familienplanungsprojekte in Entwicklungsländern. Ihr Motto: Aufklärung schafft Zukunft! Mehr über die DSW erfahren Sie unter www.weltbevoelkerung.de
  • Die Firma TVN ist eine professionelle Filmproduktiongesellschaft, die mit uns einen Film über MENSCH & TIGER produzieren will. Der Film soll das öffentliche Interesse für das Aussterben der Tiger wecken und dokumentieren, was mit dem Projekt bereits erreicht wurde.
  • Meine Rolle in diesem Projekt lässt sich wie folgt beschreiben: Zunächst werde ich mich als Werbeträger und Botschafter für das Projekt einsetzen. Des Weiteren bin ich dabei, alle Fakten zu recherchieren, die für MENSCH & TIGER und die Filmproduktion wichtig sind. Ich werde sowohl in der Filmproduktion mitwirken, als auch den Kontakt mit den Partnern halten und Organisationsarbeiten übernehmen.

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Zu guter Letzt möchte ich mich noch einmal bei all meinen Unterstützern und wohlwollenden Freunden bedanken!

Herzlichst,

Ihr Benny Rebel

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