Fotoworkshop auf der Fotoreise durch Kenia

Hallo liebe Freunde,
heute zeige ich Euch ein neues Bild, das ich vor einigen Wochen auf meiner Fotoreise durch Kenia aufgenommen habe.
Auf meinen Fotosafaris durch Afrika biete ich den teilnehmenden Fotografen die Möglichkeit, zwischendurch auch Portraits von Afrikanern in ihren Dörfern aufzunehmen. Weil meine Fortreisen dafür designed sind, um hauptsächlich Tiere und Landschaften zu fotografieren, finden diese Portrait-Workshops nur dann statt, wenn die Teilnehmer der Fotoreise sich dies wünschen. In der Regel sind es sehr ergiebige Workshops, bei denen alle Beteiligten sehr viel Spaß haben. Es bleibt jedoch nicht nur beim Spaß, sondern es entstehen hierbei ebenfalls immer sehr gut Fotos.
Am Tag unserer Fotoreise, an dem wir ein Masai-Dorf im Lake Amboseli besucht haben, war es sehr windig. Sodass der Wind den Staub sehr hoch in die Lüfte trug. So hatte ich noch nie diese Landschaft vor dem Kilimanjaro gesehen. Die trübe Sicht brachte mich auf die Idee, dieses Foto und einige weitere dieser Art zu kreieren.
Um das stolze Volk der Masai gebührend ins Bild zu setzen, platzierte ich den Masai-Krieger oben auf dem Baum. Er sollte als Herr über sein Land in die Ferne schauen.
Die trübe Sicht und der tote Baum sollten jedoch etwas Melancholie ins Bild bringen, denn die Zukunft dieses Volkes ist mehr als trüb. Die Überbevölkerung ihrer Heimat hat schwere Folgen für die Natur und für die Masai selbst verursacht. Ihre zahllosen Rinder- und Ziegenherden haben das Land kahlgefressen und dadurch, dass die Familien sehr viele Kinder haben, können sie nicht genügend Mittel aufbringen, um diese Kinder mit der notwendigen Gesundheitsfürsorge, ausreichend Essen und Bildung zu versorgen. Somit werden immer mehr Kinder in die Welt gesetzt, ohne dass diese jegliche Chance auf ein lebenswürdiges Leben haben.
Ich habe dieses Thema im Kopf aufgegriffen und es so ins Bild gesetzt:
Die Aussicht in die Zukunft ist trüb.
Der sorgenvolle Blick des Masai-Kriegers in die Ferne gepaart mit der staubigen und trüben Sicht soll diese These visualisieren. Der tote und trockene Baum soll diese Aussage noch weiter unterstützen. Eine weitere Unterstützung bekommt die Aussage vom turbulenten und bewölkten Himmel. Ein Sturm zieht auf.
Ich habe den Oberkörper des Kriegers in den goldenen Schnitt platziert, um ihm die Hauptrolle zu überlassen. Mit der rot-blauen Bekleidung, die in sich einen sehr harmonischen Kalt-Warm-Kontrast verursacht, bündelt der Masai die Aufmerksamkeit des Betrachters in einem Punkt und der Masai kann sich sehr gut gegen den Hintergrund abheben.
In die Blickrichtung des Kriegers habe ich relativ viel Platz gelassen, damit das Auge des Betrachters gut dem Blick des Kriegers nach rechts folgen kann.
Der tote Baum in der Landschaft ist an sich extrem interessant und es sieht so aus, als würde eine Hand aus dem Boden hinausragen und mit den Fingern nach vorne rechts zeigen.
Der Gesamteindruck des Bildes ist eher melancholisch – passend zur Aussage des Werkes.
Ich hoffe, ich konnte Euch hiermit etwas helfen, meine Fotografie zu verstehen.
Herzliche Grüße
Benny Rebel

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